Mittelschule
Abschlüsse
Grundlegende Informationen
Die Mittelschule vermittelt das grundlegende Wissen und die fachspezifischen Kenntnisse, die der Einzelne für seinen Weg braucht. Ihr Ziel ist es, dass möglichst alle Jugendlichen einen Abschluss erreichen. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung stehen im durchlässigen bayerischen Bildungssystem viele Anschlussmöglichkeiten offen – von der beruflichen Fort- und Weiterbildung bis hin zur Hochschulreife.
Mögliche Abschlüsse sind der erfolgreiche Abschluss der Mittelschule, der qualifizierende Abschluss der Mittelschule und der mittlere Schulabschluss an der Mittelschule.
Auf der Homepage des Kultusministeriums erhalten Sie weiterführende Informationen.
Modell 9+2
Grundlegende Informationen
Für Schülerinnen und Schüler mit bestandenem qualifizierenden Abschluss der Mittelschule gibt es einen neuen, vielversprechenden Weg zur Mittleren Reife, das Modell 9+2.
Was bedeutet „9+2-Modell“?
Das Angebot richtet sich vor allem an leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, die keinen M-Zug besucht haben, aber dennoch den mittleren Schulabschluss erreichen wollen.
In zwei Schuljahren kann im unmittelbaren Anschluss an den qualifizierenden Abschluss die Mittlere Reife mit der Abschlussprüfung zum Mittleren Bildungsabschluss erworben werden.
Wer kann am „9+2-Modell“ teilnehmen?
Alle Schüler der Mittelschule, die erfolgreich am qualifizierenden Abschluss teilgenommen haben, können einen Antrag stellen. Auch Schülerinnen und Schüler, die in der besonderen Leistungsfeststellung nicht Englisch als Prüfungsfach gewählt haben, können das „9+2-Modell“ besuchen. Schülerinnen und Schüler anderer weiterführenden Schulen, die unmittelbar nach der besonderen Leistungsfeststellung an die Mittelschule übergetreten sind, können durch die Schulleitung in diese Klasse aufgenommen werden.
Worin liegen die Stärken des „9+2-Modell“?
- Klassenlehrerprinzip: Eine Lehrkraft unterrichtet mehrere Fächer. Sie ist für die Klasse hauptverantwortlich. Durch einen engen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern ist eine intensive Begleitung des Lernprozesses möglich.
- Veränderte Stundentafel: Sie orientiert sich in beiden Schuljahren an der Stundentafel der zehnten Klasse des Mittlere-Reife-Zugs. Die Kernfächer Deutsch, Englisch und Mathematik werden in beiden Schuljahren mit je fünf Wochenstunden unterrichtet. Dazu kommen noch Intensivierungsstunden. So können mindestens 18 Stunden pro Woche für die prüfungsrelevanten Kernfächer verwendet werden. Weitere Pflichtfächer sind Wirtschaft und Beruf, Geschichte-Politik-Geographie, Natur und Technik, ein berufsorientierendes Wahlpflichtfach, Sport sowie Religion/ Ethik.
- Berufsorientierung: Die Schülerinnen und Schüler wählen ein berufsorientierendes Wahlpflichtfach (Ernährung und Soziales, Technik oder Wirtschaft und Kommunikation), das dreistündig unterrichtet wird. Ziel ist dabei eine intensive Heranführung an die Arbeitswelt. Praktika ermöglichen es, die eigenen Berufsvorstellungen zu überprüfen und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Die Schülerinnen und Schüler können eine Neuorientierung auf Berufe vornehmen, die einen mittleren Schulabschluss erfordern.
- Intensive Wiederholungsphase zu Beginn des 10. Schuljahres: In den Prüfungsfächern Deutsch, Mathematik und Englisch wird Grundwissen aufgefrischt und Lücken aus den Vorjahren können geschlossen werden.
- Zeit: Die wichtigsten Pluspunkte dieses Modells sind die deutliche Streckung und Vorentlastung des Unterrichtsstoffes, der für eine Mittlere Reife erarbeitet werden muss, und die dadurch mögliche intensive Förderung.
Wo gibt es das „9+2-Modell“?
Der neue Weg zur Mittleren Reife wird an der Mittelschule Sankt Wolfgang (für die Schülerinnen und Schüler in der Stadt Regensburg und des westlichen Landkreises) und an der Mittelschule Neutraubling angeboten. Als besonderes pädagogisches Angebot können auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Schulen durch das Staatliche Schulamt in der Stadt und im Landkreis Regensburg diesen Schulen zugewiesen werden. Die Fahrtkosten werden deshalb vom Sachaufwandsträger übernommen.
Praxisklasse
Grundlegende Informationen
Die Praxisklasse ist ein Modell der Förderung von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule mit großen Lern- und Leistungsrückständen, die durch eine spezifische Förderung zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung geführt und durch intensive Kooperation mit der Wirtschaft und mit Betrieben (Praktika) in das Berufsleben begleitet werden.
Für die Arbeit in der Praxisklasse benötigt die Mittelschule Partner aus der Wirtschaft (Betriebe, Kammern), der Jugendhilfe (sozialpädagogische Betreuung) und der Berufsberatung.
Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit außerschulischen Partnern (Wirtschaft, Berufsberatung, Berufsförderung, Bildungsträger, Berufsschule, Jugendhilfe) und durch einen auf die Leistungsmöglichkeiten dieser Schülerinnen und Schüler abgestimmten Unterricht in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stabilisieren, Defizite im Bereich der Kulturtechniken zu beheben, Grundwissen und Grundfertigkeiten vor allem in Deutsch und Mathematik zu festigen und sie so zu einem erfolgreichen Schulabschluss und auf einen guten Weg in Ausbildung und Berufsleben zu führen.
Antrag auf Förderung
Antragsberechtigt sind Sachaufwandsträger von Mittelschulen, an denen nach den schulrechtlichen Vorgaben eine Praxisklasse eingerichtet ist.
Eine Praxisklasse ist eingerichtet an der MS Neutraubling.
Auf der Homepage der Mittelschule Neutraubling finden Sie auch weitere Informationen.